
Schon als kleiner Junge war es mein Traum, Landwirt zu werden.
Nach erfolgreichem Masterabschluss in Agrarwissenschaften an der Uni Bonn und einigen Jahren Berufserfahrung auf anderen Höfen, konnte ich mir den Traum vom eigenen Hof dann endlich erfüllen.
Im Jahr 2021 habe ich den Betrieb von meinem Vater übernommen und den Schwerpunkt des Hofes verstärkt auf das Tierwohl und eine nachhaltige Bewirtschaftung unserer Weiden und Wiesen gelegt.
Seit 1901 ist der Hof im Besitz meiner Familie. Tradition wird bei uns großgeschrieben, daher ist mit mir die vierte Generation Landwirt aus Leidenschaft am Werk. Auch um die Zukunft des Berufes zu sichern, sind wir Ausbildungsbetrieb für angehende Landwirte.
Unser Schwerpunkt ist die Vermarktung von Rind- und Schweinefleisch aus eigener Aufzucht. Im Gegensatz zu den meisten Betrieben im Umkreis werden die Tiere direkt bei uns auf dem Hof geschlachtet und zerlegt, sodass keinerlei Transport der Tiere nötig ist.
Um das Grundwasser zu schützen und die Fruchtbarkeit unserer Böden langfristig zu erhalten, bewirtschaften wir unsere Wiesen "extensiv". Das heißt, dass wir 30% weniger Dünger einsetzen als zulässig ist und dabei ausschließlich den Mist unserer eigenen Tiere verwenden. Da wir größtenteils unser selbst erzeugtes Futter füttern, erzielen wir einen geschlossenen Nährstoffkreislauf. Kunstdünger und Pestizide sind bei uns ein absolutes No-Go.
Um die Biodiversität auf unseren Flächen besonders zu fördern, wird ca. ein Siebtel unserer Weiden nach den Auflagen des Vertragsnaturschutzes der biologischen Station Rhein-Berg bewirtschaftet. Auf diesen Flächen ist die Beweidung erlaubt, jedoch keinerlei Düngung oder Pestizide.
Außerdem legen wir jedes Jahr Altgrasstreifen auf unseren Wiesen an, um den Insekten einen geschützten Lebensraum zu bieten.
Bei uns wird Tierwohl großgeschrieben. Deshalb leben unsere Tiere im Winter in großzügigen Strohlaufställen mit viel Platz zum Kuscheln und werden mit hofeigener Grassilage gefüttert. Von April bis November grasen unsere Rinder auf den weitläufigen Weiden des Hofes. Auch die Schweine haben in ihren Laufställen viel Platz zum Toben.
Wir züchten Weiderinder der Rassen Charolais, Fleckvieh und Kreuzungen aus Deutschen Holsteins und Weiß-Blauen Belgiern. Die Kälber werden auf unserem Hof geboren. Sie bleiben ca. zehn Monate bei Ihren Müttern und trinken Muttermilch. Zusätzlich fressen sie auf der Weide frisches Gras oder Grassilage im Stall.
Im Alter von zwei Jahren erreichen die Rinder die Schlachtreife. Besonders ist, dass wir nur Färsen und Ochsen schlachten, da diese das zarteste Fleisch haben. Der intramuskuläre Fettgehalt macht das Fleisch saftig und schmackhaft. Durch die zweiwöchige Reifung in unserem Kühlhaus verliert das Fleisch Wasser und wird dabei noch zarter. Aus diesem Grund schrumpft es beim Braten in der Pfanne kaum noch zusammen.

Unsere Strohschweine sind Kreuzungen aus der Rasse Pietrain und der Deutschen Landrasse. Sie kommen als Ferkel von lokalen Bauern zu uns auf den Hof und haben hier im Vergleich zu den meisten anderen Betrieben jede Menge Platz und viel Stroh zum Wühlen. Das genießen die Tiere auch sichtlich, indem sie durch die Ställe rasen. Gefüttert werden sie mit Getreide, vorwiegend Weizen und Gerste.
Mit ca. sechs Monaten sind die Tiere schlachtreif. Die schonende Aufzucht sorgt dafür, dass das Fleisch mager, saftig und schmackhaft wird. Der kurze Weg vom Stall bis in die Kühltheke ermöglicht es, die Frische und Qualität unseres Fleisches bis auf den Teller zu erhalten.
